Pressemitteilungen

Richtfest am Streuobstkompetenzzentrum in Burgbernheim

 

Hier entsteht Platz für Ausstellungen und Veranstaltungen rund um heimisches Obst, außerdem für eine Mosterei mit Verkaufsbereich.

 

Am Streuobstkompetenzzentrum in Burgbernheim wurde Richtfest gefeiert.
Am Streuobstkompetenzzentrum in Burgbernheim wurde Richtfest gefeiert.

14.11.2023

 

Burgbernheim. In Burgbernheim entsteht ein Streuobstkompetenzzentrum. Zwischen Rathaus und Marktplatz werden dafür zwei denkmalgeschützte Gebäude mit neuem Leben erfüllt, außerdem entsteht ein moderner Erweiterungsbau. Anfang November 2023 wurde Richtfest gefeiert. Bürgermeister Matthias Schwarz kündigte beim Festakt an, dass bis Weihnachten 2024 die Einweihung geplant ist. Die LAG Aischgrund fördert das Projekt, das aus finanzieller Sicht das größte seit Bestehen der Lokalen Aktionsgruppe ist.

Mit dem Streuobstkompetenzzentrum will Burgbernheim die Bedeutung seiner Streuobstwiesen mit 30.000 Obstbäumen wieder ins Bewusstsein rufen. Das Gebiet ist  eines der größten und schönsten zusammenhängenden Streuobstgebiete in Europa. Seit einigen Jahren gibt es im Ort viele Angebote rund um Streuobstwiesen: Wanderungen, Baumschnittkurse, Kräuterführungen, den Streuobsttag und ein Netzwerk mit zahlreichen Fachexperten. Die Stadt möchte alle Informations- und Handlungsaspekte zum Themenkomplex Streuobst unter einem Dach vereinen.

 

Ausstellung und Mosterei

 

Im Streuobstkompetenzzentrum entstehen ein Ausstellungs- und Veranstaltungsbereich, außerdem eine Mosterei mit Verkaufsbereich. Geplant ist, dass Besucher sich in der Ausstellung informieren und in der Experimentierküche, der Werkstatt und der Mosterei ihr theoretisches Wissen praktisch umsetzen können. Im neuen Kompetenzzentrum soll außerdem die Touristinformation untergebracht werden und es soll als Bürgerzentrum dienen.


RAG Saale-Holzland besucht die LAG Aischgrund

 

Die Gäste aus Thüringen informierten sich über interessante LEADER-Projekte im Aischgrund.

Paul Bruckmann begrüßte die Gäste vor Pauls Mehlstübla in Lonnerstadt.
Paul Bruckmann begrüßte die Gäste vor Pauls Mehlstübla in Lonnerstadt.

07.11.2023

 

Erlangen-Höchstadt. Von Pauls Mehlstübla in Lonner-stadt waren die 13 Besucher aus dem Saale-Holzland-Kreis, dem Partnerlandkreis von Erlangen-Höchstadt, be-eindruckt. Paul Bruckmann er-klärte seinen Gästen mit Herzblut, wie er die Mühle übernommen und Stück für Stück restauriert hat. Für die Errichtung eines Mühlen-ladens mit Café erhielt der Müllermeister Unterstützung  von der LAG Aischgrund in Form der LEADER-Förderung. Hans Herold, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der LAG Aischgund e.V., und stellvertretender Landrat Martin Oberle hatten zuvor die Besucher willkommen geheißen. Auch der mittelfränkische LEADER-Koordinator Ekkehard Eisenhut begleitete die Besucher. LAG-Managerin Anne Billenstein stellte die LAG Aischgrund vor und berichtete, dass die vergangene Förderperiode 2014-2022 mit 70 Projekten und 4,3 Millionen Fördergeld die erfolg-reichste seit ihrer Gründung war. 

 

Voneinander lernen

 

Austausch war das Stichwort, das die Regionale Aktionsgruppe (RAG) Saale-Holz-land e.V. nach Franken geführt hat, unter ihnen deren Vorsitzenden Landrat Andreas Heller. 

Station war auch der Schaukelweg in Vestenbergsgreuth. Helmut Lottes, langjähriger Bürgermeister und Vorstandsmitglied der LAG Aischgrund, erläuterte, wie er die Idee während eines Urlaubs hatte. Kinder durften schaukeln und waren glücklich. Was, wenn Erwachsene auch Gelegenheit zum Schaukeln haben? Gute Ideen auf die eigenen Bedürfnisse anzupassen, sei ein Weg zum Erfolg. So war der Schaukelweg entstanden, der rund 350.000 Euro gekostet hat und mit LEADER gefördert wurde. Lottes‘ Nachfolger Bernd Müller berichtete Wissenswertes aus seiner Gemeinde, etwa über den Weltkonzern Martin Bauer.

 

Karpfen und Keller

 

Die Besucher erfuhren, dass die Figurenbeute „Kräuterfrau“ bei Hermersdorf ein Innenleben hat wie alle der acht Figurenbeuten im Gebiet der LAG Aischgrund. Im Sommer herrscht dort reges Treiben, wenn fleißige Bienen ein- und ausfliegen. Über den „Aischgründer Karpfen“ informierte Dr. Martin Oberle, Leiter der Höchstadter Außenstelle für Karpfenteichwirtschaft, bevor Christian Kaller vom Kellerbergverein die Besucher in den Höchstadter Kellerberg führte. Erst kürzlich wurden die unterirdischen Keller, der "Bierbauch Höchstadts", mit Unterstützung aus dem LEADER-Förderprogramm digital vermessen. 

 


In Neustadt entsteht ein Inklusionsspielplatz


Die neue Förderperiode der LAG Aischgrund hat begonnen. Gleich zu Beginn werden Projekte in Mühl-hausen, Neustadt, Wachenroth und Herrnneuses-Schellert unterstützt.

Dieser Spielplatz an der Stadtmauer in Neustadt soll zum Inklusionsspielplatz umgebaut werden.
Dieser Spielplatz an der Stadtmauer in Neustadt soll zum Inklusionsspielplatz umgebaut werden.

25.10.2023

Neustadt. Für die ehemalige Synagoge in Mühlhausen, einen Inklusionsspielplatz in Neustadt a.d.Aisch und einer Bikepark-Anlage in Wachenroth werden Mittel aus dem LEADER-Förderprogramm der EU bereitgestellt. Aber auch für die Erinnerung an frühere Bestattungen bei Herrnneuses. Das hat der Vorstand der LAG Aischgrund auf seiner jüngsten Sitzung beschlossen.

Nutzungs- und Betriebskonzept für die ehemalige Synagoge

Im Jahr 2018 hat sich der Verein „Forum Alte Synagoge Mühlhausen e.V.“ gegründet mit dem Anliegen, die jüdische Vergangenheit in Erinnerung zu behalten. Die ehemalige Synagoge im Ort war längst zweckentfremdet und diente als Abstellraum. Der Verein konnte das historische Gebäude kaufen. Geplant ist, hier ein Zentrum zur Pflege der jüdischen Kultur entstehen zu lassen. Es sollen Vorträge und andere Veranstaltungen von überregionalem Interesse stattfinden. Eine Restaurierung des denkmalgeschützten Gebäudes ist nur mit öffentlichen Fördergeldern möglich. Dafür ist ein professionelles Nutzungs- und Betriebskonzept notwendig. Die LAG Aischgrund unterstützt die Konzepterstellung mit 9.094,80 Euro, das sind 60 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten.

 

Spielspaß für alle an der Neustädter Stadtmauer

 

Die Stadt Neustadt a.d.Aisch plant an der Jean-Paul-Allee einen inklusiven Spielplatz. Hier gibt es bereits einen Spielplatz, der jedoch in die Jahre gekommen und nicht mehr attraktiv ist. Eine Umgestaltung stand im Raum. Eltern sind auf Bürgermeister Klaus Meier zugekommen mit dem Vorschlag, den Spielplatz doch auch für Kinder mit Handicap zugänglich zu machen. Der Bürgermeister griff die Idee auf und es entstand ein Konzept, so dass Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam an der Stadtmauer spielen können. So sind zum Beispiel eine Rutsche mit Rampe, eine rollstuhlgerechte Wippe und ein Karussell, in das auch ein Rollstuhl fahren kann, geplant. Der Ort ist dafür gut geeignet, weil ein barrierefreier Zugang und der Parkplatz an der Neustadthalle bereits vorhanden sind. Außerdem befinden sich ein Kindergarten und eine Grundschule in unmittelbarer Nähe. Inklusionsspielplätze gibt es bislang nur in größeren Städten. Aus dem LEADER-Fördertopf werden 68.422 Euro beantragt. Das entspricht 60 Prozent der förderfähigen Kosten.

 

Bikepark-Anlage in Wachenroth

 

Der Markt Wachenroth möchte seinen jungen und sportbegeisterten Gelände-Radfahrern eine Anlage bieten, auf der sie unbeschwert ihrer Leidenschaft nachgehen können. Der geplante Bikepark ist für Radfahrer von BMX über Dirtbike bis zu Freeride Bike entworfen. Er ist für Einsteiger, Fortgeschrittene sowie professionelle Mountainbiker ausgelegt. Die Fahrer sollen die Möglichkeit erhalten, ihre eigenen Fähigkeiten zu verbessern. Für die Allerkleinsten ist ein Laufrad-Pumptrack vorgesehen. Um den Bikepark zu ermöglichen, hat die Gemeinde ein Grundstück gekauft, das sich in unmittelbarer Nähe zum Tennisplatz mit Vereinsheim befindet. Der LAG-Vorstand hat 73.774,58 Euro, 60 Prozent der förderfähigen Kosten, bewilligt.

Alter Brauch bei Begräbnissen

Karin Kloth wohnt in Herrnneuses, einem Ortsteil der Stadt Neustadt. Sie widmet sich der Ortsgeschichte und ist auf eine interessante Begebenheit gestoßen. Weil es in Schellert, dem Nachbarort, keinen Friedhof gab, wurden früher die Verstorbenen zu einer großen Linde auf halbem Weg zwischen Schellert und dem Friedhof von Herrnneuses gefahren. Am „Leichenbaum“ angekommen, wurden die Särge auf einem großen Sandstein, dem „Leichenstein“ abgestellt. Von dort aus trugen Sargträger die Verstorbenen bis zum Friedhof. Dieser Brauch hielt sich bis zum Ende der 1930er Jahre. Das Flurstück dort hat heute noch den Namen „Leichensteinfeld“. Karin Kloth möchte an dieser Stelle an den Brauch von früher erinnern. Es soll eine Linde gepflanzt und ein großer Stein gesetzt werden. Außerdem sind eine Bank und eine Hinweistafel geplant. Aus Eigenmitteln übernimmt die LAG für das sogenannte Bürgerengagement die förderfähigen Gesamtkosten in Höhe von 1.900 Euro. 


LAG Aischgrund fördert 70 Projekte für 4,3 Millionen Euro

 

In einem Bilanz-Faltblatt über die vergangene Förderperiode werden alle umgesetzten Projekte auf-geführt.

Der Blick ins Bilanz-Faltblatt zeigt eine Übersicht der Projekte, die durch die LAG Aischgrund gefördert wurden. Auf dem Titel ist die Rockenbacher Bötin zu sehen. Foto: LAG Aischgrund
Der Blick ins Bilanz-Faltblatt zeigt eine Übersicht der Projekte, die durch die LAG Aischgrund gefördert wurden. Auf dem Titel ist die Rockenbacher Bötin zu sehen. Foto: LAG Aischgrund

05.10.2023

 

Neustadt. Die LAG Aischgrund hat die vergangene Förderperiode 2014 bis 2022 als die bislang erfolgreichste seit ihrer Gründung abgeschlossen. Einen Überblick über die insgesamt 70 geförderten Projekte gibt ein Bilanz-Faltblatt, das jetzt als Druckversion herausgekommen ist.

Bei knapp 4,3 Millionen Euro liegt die Fördersumme, die in den vergangenen Jahren verteilt wurde. Das Geld stammt aus dem LEADER-Programm der Europäischen Union.

Von der Förderung profitiert haben nicht nur Städte und Gemeinden, sondern auch Unternehmen, Vereine und Privatleute. Gefördert wurden Projekte aus den Bereichen Naturschutz, Landschaftspflege, Dorferneuerung, Tourismus, Freizeitgestaltung, Regionalvermarktung und Öffentlichkeitsarbeit. Räumlich gesehen erstreckt sich das Fördergebiet auf die 20 LAG-Gemeinden von Gallmersgarten bis Adelsdorf.

 

Mit der größten Summe von 582.855 Euro wurde das Streuobstkompetenzzentrum in Burgbernheim gefördert. Die Bienenbeute „Rockenbacher Bötin“ in der Gemeinde Gutenstetten mit 5400 Euro Unterstützung liegt an der unteren Grenze.

 

Mehrgenerationenplatz in Arnshöchstädt

 

Weitere Projekte waren zum Beispiel der Greuther Schaukelweg, die historischen Keller in Höchstadt, die Parkanlage Lutherhöhe in Mühlhausen und der Mehrgenerationenplatz in Arnshöchstädt. In Bad Windsheim wurde das Kletterzentrum des Deutschen Alpenvereins, Sektion Aischtal, unterstützt. In der Gemeinde Illesheim gab es finanzielle Hilfe für die Ertüchtigung eines Schafstalles. Auch für das Jazzfestival an der Aisch im Jahr 2021 und für den 24-Stunden-Regionalmarkt an der Frankentherme Bad Windsheim flossen Zuschüsse.

 

Wer alle umgesetzten Projekte sehen möchte, kann das achtseitige Faltblatt auf der Internetseite der LAG Aischgrund herunterladen (www.lag-aischgrund.de/downloads) oder bekommt es als Druckversion bei den Mitgliedskommunen und der LAG Aischgrund in Neustadt a.d.Aisch. Auf der Homepage gibt es auch Informationen über die unbürokratische Finanzhilfe bei kleineren Projekten, dem so genannten Bürgerengagement. Das LAG-Team steht für Fragen gerne zur Verfügung (info@lag-aischgrund.de).


 

Platz für Entdecker

 

Besucher der Museen im Alten Schloss in Neustadt lernten bei einem Vortragsabend das Leben und Wirken von fünf herausragenden Persönlichkeiten des Aischgrunds kennen

 

Beim Vortragsabend über fünf Entdecker aus dem Aischgrund waren die Plätze im Gewölbe gut gefüllt.
Beim Vortragsabend über fünf Entdecker aus dem Aischgrund waren die Plätze im Gewölbe gut gefüllt.
Die Vorträge von Rainer Volkert, Dr. Manfred Welker, Heinz Kühlwein und Herbert Fiederling (v.l.) fanden große Aufmerksamkeit.
Die Vorträge von Rainer Volkert, Dr. Manfred Welker, Heinz Kühlwein und Herbert Fiederling (v.l.) fanden große Aufmerksamkeit.

 

28.09.2023

 

Neustadt. Noch bis zum 10. Dezember läuft eine Ausstellung über fünf Natur-forscher aus dem Aischgrund in den Museen im Alten Schloss in Neustadt. Schon vor längerer Zeit hatte die LAG Aischgrund die Ausstellung ausgearbeitet. Seit August ist sie in Zusammenarbeit mit dem Neustädter Geschichts- und Heimatverein wieder der Öffentlichkeit zugänglich. Zu der Ausstellung gab es jetzt einen Vortragsabend, mit dem auch die Veranstaltungsreihe zum 20-jähri-gen LAG-Jubiläum ihren Abschluss fand.

 

Straße nach Vogel benennen

 

Heinz Kühlwein sprach über den Uehlfelder Naturforscher Peter Johann Vogel (1856 - 1915). Vogel hatte sich den Naturwissenschaften und der Mathematik verschrieben. Er erkundete die Antarktis ebenso wie Brasilien und war außerdem ein Pionier der Luftschifffahrt. Kühlwein appellierte, einen Platz oder eine Straße in Uehlfeld nach Peter Johann Vogel zu benennen. Denn zu Lebzeiten sei Vogel im Ort durchaus geschätzt gewesen. Nach seinem Tod seien sein Lebenswerk und sein Name jedoch schnell in Vergessenheit geraten. Nur eine Tafel am Bankgebäude in Uehlfeld erinnert daran, dass hier einst das Vogel-Anwesen stand.

 

Peter Kolb (1675 – 1726), über den ebenfalls Kühlwein referierte, widmete sich der Astronomie und forschte in Südafrika. Zuletzt war Kolb Leiter der Neustädter Lateinschule.

Über das Leben und Wirken von Georg Wilhelm Steller (1709 – 1746) berichtete Rainer Volkert. Der Naturforscher aus Bad Windsheim war in Alaska unterwegs und entdeckte unter anderem die Stellersche Seekuh, die nach ihm benannt wurde.

Was der Höchstadter Johann Baptist Spix (1781 – 1826) auf seiner Brasilienreise erkundet hat, brachte Herbert Fiederling den gut 40 Besuchern näher.

Schließlich beleuchtete Dr. Manfred Welker das Leben von Andreas Johannes Jäckel (1822 – 1885), einem Pastor, der in Neu-haus die Vogelwelt beobachtet und dokumentiert hat.

 

Klaus Meier, der Vorstandsvorsitzende der LAG Aischgrund, LAG-Managerin Anne Billenstein und Museumsleiter Jochen Ringer dankten den Referenten für ihre Ausführungen mit einem Präsent

 

Wer mehr über die fünf Naturforscher aus dem Aischgrund wissen möchte, kann sich die Broschüre „Aischgründer Entdecker ent-decken“ bei der LAG Aischgrund oder den Museen im Alten Schloss in Neustadt besorgen. Sie kann auch auf der Internetseite der LAG Aischgrund (www.lag-aischgrund.de) kostenlos heruntergeladen werden. 

 


Begleitprogramm zur Entdecker-Ausstellung

 

Vortragsabend am 26. September in den Museen im Alten Schloss

Die Ausstellung kann noch bis 10. Dezember in den Museen im Alten Schloss besichtigt werden.
Die Ausstellung kann noch bis 10. Dezember in den Museen im Alten Schloss besichtigt werden.

20.09.2023

Neustadt. Südafrika, Sibirien, Brasilien – weit gereist sind die Aischgründer Entdecker Georg Wilhelm Steller (1709-1746), Peter Kolb (1675-1726), Peter Vogel (1856-1915), Johann Baptist Spix (1781-1826) und Johannes Jäckel (1822-1885). Seit August wird in den Museen im Alten Schloss in Zusam-menarbeit mit der LAG Aischgrund eine Sonderausstellung ge-zeigt, die Leben und Wirken dieser Naturforscher und Ent-deckungsreisenden beleuchtet.

Begleitend zur Ausstellung findet nun am Dienstag, den 26.09.2023 ein Vortragsabend im Museum statt, bei dem ver-schiedene Referenten die Biografien der Entdecker vorstellen werden.

So etwa Heinz Kühlwein, der über Peter Kolb und Peter Vogel berichtet. Kolb, der in den Jahren nach seinen Entdeck-ungsreisen die Neustädter Lateinschule leitete, war ein be-rühmter Afrikaforscher. Seine Reise zu der holländischen Kap-Kolonie an der Südspitze Afrikas diente astronomischen Forschung-en und gab ihm Gelegenheit, Alltag und Gebräuche des Volksstamms der Khoi-Khoi zu beobachten, der von den Holländern den Namen „Hottentotten“ erhalten hatte. Auch Peter Vogel kann in jedem Fall als bedeutender Forscher des Aischgrunds gelten. Sein Leben hatte Vogel den Naturwissenschaften und vor allem der Mathematik verschrieben. Auch er unternahm mehrere Forschungs-reisen, unter anderem an den Rand der Antarktis und in das Innere Brasiliens.

Rainer Volkert spricht über Georg Wilhelm Steller: Dieser gilt als einer der bedeutendsten Entdeckungsreisenden des 18. Jahr-hunderts. Seine Forschungen ließen den gebürtigen Windsheimer bis nach Kamtschatka und Alaska aufbrechen, wo er viele Ent-deckungen wie zum Beispiel die Stellersche Seekuh machte.

Herbert Fiederling vom Spix-Museum in Höchstadt berichtet über denselben. Johann Baptist von Spix ist der Begründer der Zoolo-gischen Staatssammlung in München. Einen Namen hat sich der Höchstädter auch durch seine Brasilienreise 18171 bis 1820 ge-macht, die er in Begleitung des Botanikers Carl Friedrich Philipp von Martius aus Erlangen unternahm. Mehr als 6500 Pflanzen und über 3500 Tiere brachte er mit!

Manfred Welker wiederum berichtet über den „Vogelpfarrer“  Andreas Johannes Jäckel. Er war der  wohl wichtigste Erforscher und Sammler der regionalen Fauna vor Ort. In Neuhaus hatte er seine Hauptwirkungsstätte, sein Buch über die Vögel Bayerns ist bis heute ein Standartwerk.

Der Vortragsabend beginnt um 19 Uhr, der Eintritt ist frei. Im Anschluss ist ein Umtrunk geplant. Wer dabei auf den Geschmack gekommen ist, kann am darauffolgenden Freitag, den 29.09. mit auf „Entdeckungsreise“ nach Höchstadt an der Aisch fahren. Denn dann besucht der Neustädter Geschichts- und Heimatverein das dort gelegene Spix-Museum. Herbert Fiederling erwartet die Gruppe um 13:30 Uhr. Nach der Führung steht ein Cafébesuch in Lonnerstadt auf dem Programm. Der Verein organisiert Fahr-gemeinschaften, auch die Fahrt mit dem Linienbus von Neustadt nach Höchstadt ist möglich. Anmeldungen für den Ausflug werden in den Museen im Alten Schloss unter 09161/6620905 entgegengenommen.


Ferienprogramm

 

An den Teichen entlang bei Diespeck

Pause im Schatten: Beim Ferienprogramm der LAG Aischgrund lernten die Kinder Karpfen, Kormoran und Fischreiher, aber auch Biber und Bisamratte kennen.
Pause im Schatten: Beim Ferienprogramm der LAG Aischgrund lernten die Kinder Karpfen, Kormoran und Fischreiher, aber auch Biber und Bisamratte kennen.

18.08.2023

 

Diespeck - Einen Ausflug in die Natur machten die Kinder beim Ferienprogramm der LAG Aischgrund. Am neuen Naturerlebnispfad Diespeck-Untersachsen entdeckten sie an den Teichen zwei Biberrutschen – ein Beweis, dass das Tier hier heimisch ist. Die Kinder erfuhren, dass der Biber gar keinen Fisch mag, sondern sich von Pflanzen, Blättern und Rinden ernährt. Dafür nagt er Baumstämme an. Das kann manchmal zum Umfallen der Bäume führen.

 

Der Karpfen und die Mönche

 

Im Gegensatz dazu ernähren sich der Kormoran und der Graureiher (auch Fischreiher genannt) hauptsächlich von Fischen. Während der Reiher am Weiherrand steht und mit seinem gelben Schnabel blitzartig zusticht, sobald er Beute sieht, fängt der schwarze Kormoran die kleinen Karpfen beim Tauchen. Das Team vom LAG-Management, Anne Billenstein, Doris Dietsch und Waltraud Enkert, begleitete die Kinder. Natürlich durften Informationen über den Karpfen nicht fehlen – schließlich beginnt in den r-Monaten, also im September, wieder die Karpfensaison in den ört-lichen Gasthäusern. Dass Mönche die Karpfen zwar zu ihrer jetzigen Form mit dem hohen Rücken gezüchtet haben, mit dem Mönch am Weiher aber wenig zu tun haben, kam ebenfalls zur Sprache.

 

Präparierte Bisamratte

 

An einer präparierten Bisamratte erläuterte Waltraud Enkert, wie man den Bisam vom Biber unterscheiden kann – nämlich am Schwanz. Und noch einen großen Unter-schied gibt es: Die Biber-Zähne wachsen nach, während die der Bisamratte sich innerhalb von etwa drei Jahren derart abnutzen, dass das Tier verhungern muss.

 

Pausen an schattigen Sitzplätzen waren beliebt, denn die Sonne meinte es gut an diesem Nachmittag. Am Ende durfte jedes Kind eine Tasche mit Knabber-Fischen, einem Rätsel über Mönche und Broschüren der LAG mit nach Hause nehmen.


 

Neue Auflage zum Aischtalradweg

 

Seit Jahren war die Faltkarte zum Aischtalradweg vergriffen. Jetzt hat die LAG Aischgrund eine neue Broschüre mit dem gesamten Streckenverlauf von Rothenburg bis Bamberg herausgebracht. 

Bei der Übergabe der neuen Aischtalradweg-Broschüre vor dem Rathaus in Neustadt, von links: Christine Richert (technische Umsetzung), Waltraud Enkert (LAG), Klaus Meier (Vorstandsvorsitzender LAG), Doris Dietsch und Anne Billenstein (beide LAG). Foto: LAG
Bei der Übergabe der neuen Aischtalradweg-Broschüre vor dem Rathaus in Neustadt, von links: Christine Richert (technische Umsetzung), Waltraud Enkert (LAG), Klaus Meier (Vorstandsvorsitzender LAG), Doris Dietsch und Anne Billenstein (beide LAG). Foto: LAG

03.08.2023

 

Neustadt ‑ Von Rothenburg ob der Tauber bis Bamberg radeln: Der Aischtalradweg macht es möglich. Immerhin sind das 121 Kilometer. Um die abwechslungsreiche Landschaft mit ihren hübschen Städtchen und Dörfern genießen zu können, empfiehlt es sich, die Strecke in Etappen fahren. Tipps zur Tour, aber auch zu Sehenswürdigkeiten in der Um-gebung gibt es in der neuen Aischtalradweg-Broschüre, die die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Aischgrund jetzt heraus-gebracht hat.

Auf 56 Seiten lernen Freizeitsportler, Familien und Touristen den Aischgrund kennen. Das besondere an der neuen Bro-schüre ist, dass man keine große Karte ausfalten muss. Der gesamte Aischtalradweg ist in sechs Etappen eingeteilt, die Strecke in überschaubare Abschnitte gegliedert. Dazu gibt es kulinarische Tipps und Hinweise zu Übernachtungs-möglichkeiten – alles bequem zum Blättern.  Und wenn das Fahrrad streikt? Auch da hilft die Broschüre weiter und infor-miert über Reparaturdienste.

Bereits vor 30 Jahren wurde der Aischtalradweg eingerichtet. Er stellt die Verbindung zwischen den renommierten Rad-routen Regnitz-, Main-, Taubertal- und Altmühl-Radweg dar. Die letzte Auflage, eine Faltkarte, war seit einigen Jahren vergriffen. Immer wieder gab es Anfragen nach einer Neuauflage. Dazu hat sich der LAG-Vorstand entschieden, auch wenn eine LEADER-Förderung nur für die Erstauflage möglich war. Für die inhaltliche Erstellung, Grafik und Druck hat die LAG knapp 9000 Euro aus-gegeben.

 

Jetzt sind 5000 Stück der Aischtalradweg-Broschüre erhältlich, die federführend von Harald Weigand entworfen und von Christine Richert technisch umgesetzt wurde. LAG-Gemeinden und Kommunen entlang der Strecke haben bereits Exemplare zur Verteilung. Auch bei der LAG Aischgrund in Neustadt an der Aisch kann man die kostenlose Broschüre bekommen. Oder man lädt sie sich digital herunter unter www.lag-aischgrund.de/aischgrund-erleben/aischtalradweg/

 


Presse


Fränkischer Tag (FT), 31.07.2023


Fränkische Landeszeitung (FLZ), 17. Juni 2023


Fränkische Landeszeitung (FLZ), 24. Mai 2023


Woche im Blick (WiB), 24.Mai 2023


Fränkischer Tag (FT), 20. Mai 2023


Fränkische Landeszeitung (FLZ), 16. Mai 2023


Fränkische Landeszeitung (FLZ), 04. Mai 2023


Woche im Blick (WiB), 15. Februar 2023


Fränkische Landeszeitung (FLZ), 18. Januar 2023


Fränkische Landeszeitung (FLZ), 28. Dezember 2022


Fränkische Landeszeitung (FLZ), 15. Dezember 2022


Fränkische Landeszeitung (FLZ), 12. November 2022




Fränkische Landeszeitung (FLZ), 28. Juli 2022


Fränkische Landeszeitung (FLZ), 13. Juli 2022



Fränkische Landeszeitung (FLZ), 7. Mai 2022


Fränkische Landeszeitung (FLZ), 5. Mai 2022


Fränkische Landeszeitung (FLZ), 24. Februar 2022



Fränkische Landeszeitung (FLZ), 21. Juli 2021


Fränkische Landeszeitung (FLZ), 17. Juli 2021


Fränkische Landeszeitung (FLZ), 8. April 2021


Fränkische Landeszeitung (FLZ), 12. Januar 2021


Fränkische Landeszeitung (FLZ), 29. Dezember 2020


Fränkische Landeszeitung (FLZ), 9. Dezember 2020


Fränkische Landeszeitung (FLZ), 24. Oktober 2020


Fränkische Landeszeitung (FLZ), 22. Oktober 2020


Fränkische Landeszeitung (FLZ), 20. August 2020


Fränkische Landeszeitung (FLZ), 3. April 2020


Fränkische Landeszeitung (FLZ), 21. Februar 2020


Fränkische Landeszeitung (FLZ), 20. Dezember 2019


Woche im Blick (WIB), 23. Oktober 2019


Fränkische Landeszeitung (FLZ), 20. Juli 2019


Woche im Blick, 28. November 2018


Fränkische Landeszeitung, 23. November 2018


Fränkische Landeszeitung, 21. November 2018


Nordbayerische Nachrichten (NN), 28. Juni 2018


Fränkische Landeszeitung (FLZ), 11. Juni 2018


Woche im Blick (WIB), 25. Mai 2018


FLZ, 28. April 2018