Bis Ende 2019 hat der LAG-Vorstand 43 LEADER-Projekte im Aischgrund beschlossen, für 41 ist ein Förderantrag eingereicht. Weitere acht Vorhaben sind bislang im Jahr 2020 hinzugekommen. Die Projekte verteilen sich auf fünf Handlungsbereiche. Im folgenden werden die wichtigsten der bereits angelaufenen, zum Teil auch abgeschlossenen Projekte kurz vorgestellt.


Nachhaltige Landnutzung, Natur und Umweltschutz

"Erlebnis Biene - Bienen erleben"

- Träger Imkerverein Neustadt/Aisch

Mit diesem Umweltbildungsprojekt des Neustädter Imkervereins soll auf dem Gelände des Lehrbienenstandes bei Diebach die Bevölkerung für das Thema Bienen begeistert werden. Mit Obstbäumen, einer Bienenweide, Hummelkästen und artgerechten Bienensäulen werden die interessanten Nützlinge gezielt in den Garten gelockt. Führungen, Informationstafeln und moderne Umweltbildungsmaterialien zeigen Besuchern, wie sie mit einfachen Mitteln selbst die kleinen Helfer schützen und unterstützen können. Durch Mitgestaltungsaktionen wurden die Bürger in den Entstehungsprozess einbezogen - so sind die Bienenkästen beispielsweise von Kindern bemalt worden. Workshops und Führungen für verschiedenen Zielgruppen ermöglichen Austausch und Zusammenhalt in der Bevölkerung. Das Projekt setzt mit seinen Inhalten ein Zeichen für den Natur- und Umweltschutz und fördert aktiv umweltgerechtes Handeln. Im Mai 2018 wurde das Projekt eingeweiht.

- ABGESCHLOSSEN


Bienen Figurenbeute "Rockenbacher Bötin"

- Träger Gemeinde Gutenstetten

Seit dem Sommer 2019 begrüßt die Besucher der Gemeinde Guttenstetten eine knapp drei Meter hohe Holzfigur. Die Rockenbacher Bötin ist bereits die achte Bienenbeute im Aischgrund, die über die LAG LEADERgefördert wurde.
Initiiert und bereut wurde und wird die Beute vom Gutenstettener Obst- und Gartenbauverein. Wie bei den anderen Figuren in Bad Windsheim, Neustadt, Diespeck, Uehlfeld, Vestenbergsgreuth und Lonnerstadt soll auch in den Bauch der Bötin ein Bienenvolk einziehen. Die Gutenstettener Statue setzt einer früheren Bewohnerin ein Denkmal, Barbara Ehrlinger, die 1853 im Ortsteil Rockenbach geboren wurde. Bis ins hohe Alter holte und brachte sie zu Fuß Lebensmittel von/nach Neustadt. Über die Einweihung im Juli 2019 berichtete unter anderem der Bayerische Rundfunk.
LEADER-Fördermittel: 5.400 Euro.

- ABGESCHLOSSEN


"Milch & Mehr tanken"

- Aischgrund Biohof Prechtel, Voggendorf

Die Landwirtsfamilie Prechtel im Uehlfelder Ortsteil Voggendorf errichtet auf einem brachliegenden Grundstück zwischen dem Aischtalradweg und einer Kellerwirtschaft eine Rast- und Anlaufstation, die nicht zuletzt auf Aischtal-Radler, Wanderer und Ausflügler abzielt. Das ungewöhnliche Projekt stellt eine harmonische Verbindung aus Elementen der Therapie mit Bienen- und Imkereiprodukten und dem Angebot von biologisch bzw. regional erzeugten Produkten dar. Es umfasst unter anderem eine Milchtankstelle mit Regiomat, wo Produkten vom Prechtel-Hof und aus der Region angeboten werden, einen Ruheraum mit Bienenstockluft-Inhalation (Apitherapie), einen Bienengarten, in dem Bienenvölker die Stockluft spenden, ein blühendes Band aus Sträuchern und Stauden, Gebäude-, Solar- und Außenanlagen. Bei diesem "produktiven Projekt" werden 40 Prozent der Nettokosten bezuschusst. Geplante Eröffnung im Lauf des Jahres 2020.


"Naturerlebnispfad Diespeck-Untersachsen"

- Träger Gemeinde Diespeck

An einer idyllischen Weiherkette entlang der Straße in die Ortsteile Unter- und Obersachsen treffen mehrere Ausgleichsflächen der Gemeinde zusammen. Mit den LEADER-Mitteln entsteht hier eine neue naturnahe Anlaufstation für Erholungssuchende. Geplant sind neben mehreren umweltpädagogischen Aktiv-Angeboten über die heimische Tier- und Pflanzenwelt, ein Aussichtssteg, ein Podest für Tierbeobachtungen, Sitzbänke sowie Wegebaumaßnahmen. Das Weiherareal liegt an einer gemeindlichen Wanderroute (D1), der Aischtalradweg und der Hutesteinweg Obersachsen, beide ebenfalls LEADERgefördert, sind nicht weit. Die Zuschuss-Summe beträgt rund 125.000 Euro. Umsetzung ab Mitte 2020 bis 2021.


Kultur, Freizeit und Tourismus

"LAG-Wanderpublikation für den Aischgrund"

- Träger Lokale Aktionsgruppe Aischgrund

Auf 60 Seiten werden - neben weiteren Hintergrund-Informationen - 25 Wandertouren beschrieben, verteilt auf
die 20 Mitgliedsgemeinden der LAG - von Gallmergarten bis Adelsdorf. Es handelt sich allesamt um Rundwege, die sich an einem Tag oder Nachmittag laufen lassen. Jede Tour wird auf zwei übersichtlichen Seiten kurz charakterisiert, der Wegverlauf auf einer Detail-Karte abgebildet, ein Infokasten fasst die wichtigsten Daten wie Startpunkt, Länge, Gehzeit, Verkehrsanbindung
kompakt zusammen. Den meisten Beschreibungen sind Höhenprofile beigefügt. Schöne Farbfotos zeigen markante
Besonderheiten. Eine eingelgte Übersichtskarte ergänzt das Heft. 15.000 Exemplare hat die LAG Aischgrund Mitte 2018 drucken lassen. Bewusst wurde eine hochwertige Ausstattung mit Ringbindung gewählt. Kosten insgesamt rund 29.000 Euro. LEADER-Mittel 14.500 Euro.
- ABGESCHLOSSEN


"Virtueller Rundgang für behindertengerechten Museumsbesuch"

- Träger Geschichts- und Heimatverein Neustadt

Das Museum im Alten Schloss in der Kreisstadt wird auch von vielen Busgästen besucht, unter denen immer wieder ältere oder gehbehinderte Menschen sind, die es oft nicht schaffen, die verwinkelten Treppen in dem alten Gebäude mit seinen vier Etagen zu besteigen. Für diese wichtige Besuchergruppe wurde ein qualitativ hochwertiger Film über einen Museumsrundgang gedreht, ein großer Bildschirm angeschafft und in einem bereits vorhandenen bestuhlten Vorführraum installiert. Filmpremiere April 2019. Zuschuss von LEADER rund 7.000 Euro. - ABGESCHLOSSEN


"Streuobstoffensive Burgbernheim"

- Träger Stadt Burgbernheim

Mit einer Neuaufstellung im Bereich "Streuobst" möchte die Stadt Burgbernheim dieses alte Kulturgut wieder mehr in den aktuellen Fokus bringen. In diesem LEADER-Projekt soll zunächst eine sinnvolle Basis für die Vermarktung rund ums Streuobst geschaffen werden. Mit Hilfe einer Kommunikationsstrategie wird diese erarbeitet und darauf aufbauend werden verschiedene Maßnahmen sukzessive umgesetzt. Mit Ortseingangstafeln und einer ausführlichen Broschüre zum Thema Streuobst in einheitlichem Design wird die Bedeutung der Streuobstwiesen und -erzeugnisse betont. Autobahntafeln an der A7 machen zusätzlich eine breite Öffentlichkeit auf die kulturträchtigen Streuobstbelange aufmerksam. Sensibilisierung innerhalb der Bevölkerung für das Thema und der zukünftig nachhaltige und gewissenhafte Umgang mit den Beständen

sollen Kernziele des Projekts sein, um den Fortbestand zu sichern. Burgbernheim weist mit über 30.000 Streuobstbäumen eine überdurchschnittlich hohe Stückzahl auf, was auch sehr deutlich den historischen Hintergrund dieses landschaftsprägenden Elements in dieser Region aufzeigt.


"Nachbildung der Spinnerin bei Westheim"

- Träger Gemeinde Illesheim

In der Nähe eines Wäldchens oberhalb von Westheim ist ein neues Denkmal entstanden, das von einer alten Sage aus der Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg handelt. Deren Hauptperson ist eine junge Magd, Apollonia Hufnagel, die hier im Wald beim "Teufelsgraben" um das Jahr 1616 unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen sein soll. Seit mehreren Jahrhunderten erinnert ein Flurdenkmal „Die Spinnerin“ an dieses Ereignis. Es steht allerdings an einer Stelle, die schwer zugänglich ist (militärisches Sperrgebiet). Um die interessante Geschichte der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, hat die Gemeinde Illesheim eine Nachbildung des Denkmals fertigen lassen und an einem neugestalteten Platz errichtet, der an einem Wanderweg liegt (Roter Flieger). Eine Informationstafel erzählt die Geschichte der Spinnerin, Bänke und neuegepflanzte Bäume laden zum Verweilen ein. - ABGESCHLOSSEN


"Brunnen am Sichartshof"

- Träger Gemeinde Lonnerstadt

Im Sichartsgrund zwischen Uehlfeld und Fetzelhofen befand sich bis in die Mitte des 19.Jahrhunderts der Sichartshof, ein kleiner Weiler mit Schäferei und einem Schloss. Übrig geblieben ist davon nur noch ein Brunnenschacht, der in den 70er

Jahren vom Eigentümer freigelegt und mit Betonsteinen und Gitter gesichert wurde. Die Gemeinde Lonnerstadt hat mit LEADER-Mitteln dieses kulturhistorische Zeugnis wiederhergestellt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Brunnenschacht wurde gereinigt, nach oben verlängert und überdacht. Eine Tafel informiert Wanderer über die Geschichte des Ortes und die Besonderheiten des Brunnes. Durch die Installation einer Sitzgruppe ist der Besucher zum Verweilen eingeladen. Mit diesem Projekt wird nicht nur ein kulturhistorisches Zeugnis erhalten und die Freizeitinfrastruktur der Region aufgewertet, sondern auch eine Sensibilisierung der Bevölkerung zum Thema Umweltschutz erreicht. Unterstützung erfuhr das Projekt wird durch aktive Beteiligung engagierter Bürger der Ortsteile Mailach und Fetzelhofen.

- ABGESCHLOSSEN


"Aufwertung der touristischen Infrastruktur Gallmersgartens"

- Träger Gemeinde Gallmersgarten

Gallmersgarten kann mit kulturgeschichtlichen Sehenswürdigkeiten aufwarten: Ein rund 5.000 Jahre alter Statuenmenhir, der steinerne Ötzi, den man im Zuge von Bauarbeiten 2014 zufällig entdeckte, ist etwa 1,10 m hoch und gilt als „Bayerns älteste Großplastik“. Das Original wird im Gollauchgau-Museum in Uffenheim ausgestellt, am Fundort jedoch wurde eine LEADERgeförderte  Kopie der frühgeschichtlichen Skulptur mit Informationstafel errichtet. Auch das Geburtshaus von Christel Schmid (Mitbegründerin des Ordens „Communität Casteller Ring“) befindet sich in Gallmersgarten; vor diesem informiert eine Gedenkstele über ihr Leben. Diese neuen Installationen sowie alle weiteren Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten der Gemeinde werden auf einer doppelseitigen Informationstafel am Bahnhof dargestellt; sie bietet den Besuchern einen Überblick über das touristische Angebot in Gallmersgarten. Zum Mitnehmen gibt es die Informationen auch auf einem Flyer, der ebenso im Rahmen des LEADER-Projekts entanden ist. Träger ist die Gemeinde Gallmersgarten.

Am 29. Juli 2018 wurde bei einem Festakt die kunstvolle Nachbildung des Menhirs enthüllt - durch Bürgermeister Emil Kötzel, den Uffenheimer Bildhauer Norbert Hettmer und Martin Nadler vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (auf dem Foto von links). - ABGESCHLOSSEN


"Besucherlenkung und -information im Weinort Ipsheim"

- Träger Gemeinde Ipsheim

Um Besucher über die touristischen Besonderheiten des Weinortes zu informieren und die Ansässigen anzuregen die vielfältigen Angebote zu nutzen, will der Markt Ipsheim spezielle Marketingmaßnahmen im Ort verwirklichen. Geplant sind Infotäfelchen an wichtigen Bauwerken, auf die die Bezeichnung des Gebäudes, das Baujahr sowie weitere wichtige Informationen und ein QR-Code aufgedruckt sind. Ein weiterer Projektbestandteil sind Begrüßungsschilder am Ortseingang sowie Hinweisschilder zu Veranstaltungen wie etwa dem beliebten "Weinfest" oder dem "Wein-Wander-Tag". Ein ausführlicher Prospekt wird Hinweise auf Sehenswürdigkeiten und historische Informationen geben sowie eine Übersichtskarte beinhalten. Bewilligt wurde eine Förderung von 5.618,46 Euro. Ziele des Projekts sind unter anderem die Stärkung der regionalen Identität und Verbesserung des Lebensumfeldes der Ortsansässigen. Ebenso wird ein Beitrag zur

Wertschöpfung durch Steigerung der Gästezahlen geleistet. Als Projektpartner treten neben dem Markt Ipsheim ansässige Bürger, der Weinbauverein sowie örtliche Gastronomie-, Weinbau- und Wirtschaftsbetriebe auf. Der malerische Weinort kann durch diese Maßnahmen seine Attraktivität in der Region steigern und lockt Tagestouristen. - ABGESCHLOSSEN


"Inwertsetzung der historischen Schmiede in Neustadt a. d. Aisch"

- Träger Familie Köstner

Ein sehr interessantes Projekt der Familie Köstner aus Neustadt wurde im Oktober 2016 von der Förderstelle in Uffenheim bewilligt und im Oktober 2018 abgeschlossen. Seit den 60er Jahren lag die historische Schmiede - Keimzelle des heutigen Familienkonzerns - im Dornröschenschlaf und konnte auch mit Hilfe der Fördersumme von zirka 7.000 Euro " wachgeküsst" und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Hierfür wurde zunächst die vielfältige Austattung professionell inventarisiert, die Beleuchtung verbessert, eine Vitrine aufgestellt, ein Faltblatt und Schautafeln gefertigt. Damit ermöglicht die alte Köstner-Schmiede Besuchern im Rahmen von Gruppen- und Stadtführungen eine eindrucksvolle Zeitreise in den Alltag des Schmiedehandwerks der Nachkriegszeit. Anstoß für die Bewahrung und Inwertsetzung dieses original erhaltenen Objekts der Handwerks- und Industriegeschichte gab am Tag des offenen Denkmals 2015 das große Interesse der Besucher an diesem Kleinod. Angesprochen werden sowohl ältere Besucher, die sich durch das Anschauungsmaterial in ihre Jugendzeit zurückversetzt fühlen, als auch Jüngere, die dadurch Einblick in das Leben früherer Zeiten gewinnen. Dass eine Handwerkerstube mit ihrer gesamten Ausstattung an ihrem original Standort in ihrer ursprünglichen Behausung besichtigt werden kann, ist bisher in der Region eine Ausnahmeerscheinung. Fachlicher Austausch und Abstimmung erfolgten vor allem mit dem Geschichts- und Heimatverein Neustadt, der Landesstelle für nichtstaatliche Museen und der LAG Aischgrund. Seit Herbst 2018 ist es möglich, über die Mussen im Alten Schloss eine Schmiedeführung zu buchen (Telefon 09161-66 20 905). - ABGESCHLOSSEN


"Schaukelweg Vestenbergsgreuth"

- Träger Gemeinde Vestenbergsgreuth

Hier sind entlang eines insgesamt gut vier Kilometer langen Rundwegs durch den Ort fünf Stationen entstanden - mit unterschiedlichen ungewöhnlichen Schaukeln, die sich nicht nur an Kinder richten, sondern vielmehr, wie es heißt, ein „Schaukel-Abenteuer für alle Generationen bieten”. Ansprechende Schau(kel)tafeln stellen den Weg und die Gemeinde näher vor. Die Bewegungsgeräte heißen unter anderem Partnerschaukel, Generationenschaukel und Nestschaukel; der beantragte Zuschuss beträgt 70.000 Euro. Ende 2019 wurden der Weg und seine Ausstattung fertiggestellt, die Einweihung ist für Frühjahr 2020 vorgesehen. Ergänzt wird der LEADERgförderte Kernweg durch weitere Maßnahmen anderer Förderprogramme und -stellen.


"Museen im Alten Schloss: Errichtung eines Schaudepots"

- Träger Stadt Neustadt/Aisch

Die Errichtung des Aischgründer Karpfenmuseums war eines der ersten LEADER-Projekte im Aischgrund nach Aufnahme in das EU-Programm Ende 2003, und ein wegweisendes. In den Folgejahren hat der Neustädter Geschichts- und Heimatverein, gemeinsam mit der Stadt, auch dank LEADER, weitere Einrichtungen in dem historischen Gebäudekomplex geschaffen. Seit 2018 wird an einem musealen Schaudepot gearbeitet, das Anfang Juli 2020 eingeweiht werden soll. Die Sammlung ist künftig für Besucher zugänglich, die dort viele (weitere) Schätze des Museums bestaunen können. Gefördert werden die mit dem Depotaufbau verbundenen Arbeiten, Baumaßnahmen, Ausstattung, Inventarisierung, ebenso drei Jahre lang eine Teilzeit-Stelle (Projektmanagement), insgesamt sind rund 100.000 Euro EU-Fördergelder bewilligt.


"Geschichte erleben - Sport und Spiel an der Lutherhöhe"

- Träger Markt Mühlhausen

 Die Lutherhöhe ist eine markante Parkanlage, die das Dorf mit dem Siedlungsgebiet verbindet. Es gibt einen alten Baumbestand (drei 200 Jahre alte Luther-Eichen und weitere Bäume), ansonsten wurde das Areal in den letzten Jahren nicht weiter genutzt. Mit Hilfe von LEADER möchte die Gemeinde die Anlage neu gestalten und zu einem kleinen Erholungspark ausbauen, unter anderem mit Sitz- und Ruhebänken, einer Infotafel, Spielgeräten – für alle Altersgruppen, einen „Philosophenweg“, bei dem Sinnsprüche auf kleine Täfelchen geschrieben sind. Die Anregung zur Neugestaltung kam aus der Mühlhausener Bürgerschaft. Als LEADER-Zuschuss sind 30.000 Euro bewilligt.


"Weiterentwicklung der historischen Keller"

- Träger Stadt Höchstadt/Aisch

Höchstadt besitzt die mit Abstand meisten unterirdischen Keller im sehr kellerreichen Aischgrund. Das Alter des denkmalgeschützten Stollensystems wird auf über 400 Jahre geschätzt. Nachdem in den vergangenen LEADER-Perioden bereits mehrere oberirdische Maßnahmen am Kellerberg umgesetzt werden konnten – in vorbildlicher Zusammenarbeit von Kellerbergverein und Stadt – soll nun das unterirdische Historienerbe unter die Lupe genommen werden. Zunächst werden die Keller im 3D Scan-Verfahren vermessen, dann auf Basis der Ergebnisse professionelle Vorschläge erarbeitet, wie die Keller sinnvoll weiterentwickelt werden können. Rund 30.000 Euro sind beantragt und bewilligt.


 "Kletterhalle Bad Windsheim: Errichtung des Kletterbereichs der neuen Halle"

- Träger DAV Sektion Aischtal e.V.

 Am Standort der ehemaligen Stadthalle möchte die in Bad Windsheim ansässige Aischtalsektion des Deutschen Alpenvereins (DAV) eine Kletterhalle errichten. Eine solche Einrichtung existiert bilslang in der Region nicht. Kletterfreunde müssen über 50 Kilometer weit fahren, um ihrem Hobby nachkommen zu können. Mit dem Bau der Kletterhalle folgt der DAV einem Trend, der das „Indoor-Klettern“ zu einer der beliebtesten Freizeit-Sportarten hat werden lassen, nicht zuletzt bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die Neubaumaßnahme ist Millionenprojekt, das durch weitere öffentliche Zuschussgeber und Spenden ermöglich wird. LEADER steuert für den Kletterbereich der Halle über die LAG Aischgrund ebenfalls eine erhebliche Fördersumme bei. Als "produktives" Projekt kann es mit 40 Prozent der Nettokosten und maximal 200.000 Euro bezuschusst werden. Geplant ist, dass die Bauarbeiten 2020 beginnen.



Demographie, Stadt- und Dorfentwicklung

"Langhaus Saxen: Ausstattung und Einbindung ins Freizeitwegenetz"

- Träger Gemeinde Diespeck

Ein Zuschuss von 21.840 Euro wurde für die Ausstattung des Dorfgemeinschaftshauses in einem Ortsteil der Gemeinde Diespeck gewährt. Das Haus mit kulturhistorischem Bezug dient der Dorfgemeinschaft als Begegnungsstätte und der Öffentlichkeit als Einblick in die Geschichte der Region. Die Integration des naturbelassenen, nahe gelegenen Hutestein-Wegs, der im Frühjahr 2017 ausgewiesen werden soll, trägt zu einer Bereicherung und Attraktivitätssteigerung des Freizeitwegenetzes im Aischgrund bei. Mit dem Projekt wird die regionale Identität gestärkt, indem die Gründungsgeschichte des Ortes aufgearbeitet und durch Darstellung der typischen Gebäudeform der Vorfahren erlebbar gemacht wird. Es ist ein Begegnungsraum für Jung und Alt entstanden, der auch den Zusammenhalt der Jugendlichen und die Identifikation mit ihrem Wohnort festigen soll. Durch die tatkräftige Unterstützung der Bürgerschaft konnte nur etwa viereinhalb Monate nach

Antragstellung schon die Einweihung des Dorfhauses gefeiert werden. - ABGESCHLOSSEN


"Mein Bewerbungsvideo"

Das Kooperationsprojekt des Vereins zur Förderung der Staatlichen Berufsschule im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim und des Fördervereins des BSZ Scheinfeld richtet sich an Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund. Im Rahmen eines Kurses arbeiten die Jugendlichen an einem Videoprojekt, dessen Ergebnis ein Bewerbungsvideo für jeden Teilnehmer sein wird. Exkursionen in regionale Unternehmen informieren die Jugendlichen über betriebliche Ausbildungen und ihre Anforderung. Ziele des Projekts sind unter anderem die Persönlichkeitsstärkung der Jugendlichen, die Verbesserung ihrer Ausbildungschancen und die Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Als kooperierende LAGn unterstützen die LAG Südlicher Steigerwald und die LAG Aischgrund das Projekt. - ABGESCHLOSSEN


"Mobile Bühne im Kolbanwesen"

- Träger Gemeinde Gutenstetten

Für einen Anbau des historischen „Kolbanwesens“ in Gutenstetten, dessen Gebäude und Außenanlagen, anderweitig gefördert werden (ELER, Dorferneuerung), hat die Gemeinde eine mobile Bühne angeschafft, die auch in den Ortsteilen eingesetzt werden kann. Zudem sind Verbesserungen beim Schall und der Lichttechnik vorgenommen worden. Die Bühne kann von den Vereinen ausgeliehen und in den Dorfhäusern, z.B. in Bergtheim, genutzt werden. Für das Kolbanwesen hat ein sehr aktiver Arbeitskreis aus Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde 2019 erste Konzerte, Lesungen und andere Veranstaltungen auf der Bühne organisiert. Zuschuss von LEADER rund 6.000 Euro. - ABGESCHLOSSEN


"Barrierefreie Bücherei im neuen Rathaus"

- Träger Markt Uehlfeld

 In einem neu zu errichtenden Trakt im Rathaus Uehlfeld (ehemalige Molkerei), das derzeit umgebaut wird, soll eine offene barrierefreie Bücherei entstehen. Gefördert werden soll über LEADER die Ausstattung, die zum Betrieb der Bücherei notwendig ist, also Regale, Tische, moderne EDV-Technik mit Computern, Beamer, auch eine Teeküche. Die Umsetzung ist Ende 2019 vorgesehen, weil die Räume noch nicht gebaut sind. Gegenwärtig ist die Bücherei in einem Gebäude im Ort (Kunststückhaus) untergebracht. In den neuen Einrichtung sollen auch Lesungen mit örtlichen Autoren stattfinden und Veranstaltungen. Die Räume können erweitert und verbunden werden mit dem Bürgersaal, die Terrasse lässt sich bestuhlen. Zuschuss von LEADER rund 60.000 Euro.


"Dorfplatz Forst - Neugestaltung"

- Träger Gemeinde Gerhardshofen

Auf Initiative von Anwohnern und Gemeinderäten konnte nach mehreren Arbeitskreis-Sitzungen, Besichtigungsterminen und Planungsgesprächen 2018 ein LEADER-Projekt beantragt werden, das die Neugestaltung des Forster Dorfplatzes ermöglicht. Folgende Maßnahmen sind vorgesehen: Reaktivierung des ehemaligen Dorfbrunnens, Erneuerung eines Kellereingangs und –eingangsbereichs, Neuerrichtung eines überdachten Pavillons, der zugleich als Buswartehäuschen genutzt werden kann, Bodenentsiegelung, Planzungen und Begrünung sowie Pflasterarbeiten. Dadurch lässt sich der Platz künftig auch für Dorffeste nutzen. In das mit 35.000 Euro bezuschusste Projekt sind die Ideen der Forster Bürger eingeflossen, die Umsetzung wird von einem Arbeitskreis begleitet, die Pflege, etwa der Pflanzbeete, von Anwohnern übernommen.


"Generationentreffpunkt Hermersdorf"

- Träger Gemeinde Vestenbergsgreuth

Hermersdorf, einer von 14 Ortsteilen der knapp 1.500 Einwohner zählenden Flächengemeinde Vestenbergsgreuth, besitzt einen wenig attraktiven Platz nahe einer Milchtankstelle. Dieser soll mit Hilfe von LEADER bis Ende 2020 neugestaltet und in einen Generationentreffpunkt verwandelt werden. Neben Bau- und Pflasterarbeiten und der Ausstattung mit Sitzgelegenheiten ist auch eine Begrünung vorgesehen. Und der Einbezug in das Freizeitwegenetz Vestenbergsgreuths mit dem LEADERgeförderten Schaukelweg (siehe oben). Bewilligte Fördermittel 56.000 Euro.


"Mehrgenerationen-Bewegungsparcours"

- Träger Gemeinde Diespek

 In unmittelbarer Nähe zum Sport- und Gemeindezentrum der Gemeinde Diespeck existiert ein gut frequentierter Spielplatz (“Wirbelwind“) für Kinder. Dieser wurde nun und einen Bewegungsparcours für Senioren erweitert. Angeschafft und installiert wurden mehrere Bewegungselemente, außerdem ein Zaun und Sitzmobiliar. Damit erfährt das Freizeitareal als Treffpunkt für Jung und alt eine deutliche Aufwertung. Die LEADER-Förderung beträgt 16.000 Euro.


"Regionalmarktplatz in Höchstadt"

- Träger Stadt Höchstadt/Aisch

 Eine Leerstands-Immobilie in der Höchstadter Innenstadt soll angemietet werden - durch die Stadt Höchstadt. Diese wird mit flexiblen Regaleinheiten ausgestattet und - zeitlich befristet - von unterschiedlichen Anbietern besetzt, die dort regionale Waren anbieten. Das können Land- und Teichwirte, andere Direktvermarkter, aber auch (Kunst-)handwerker oder Dienstleister sein. Wird die Immobilie nach Ablauf der Zweckbindungsfrist von einem Anbieter auf dem freien Markt gepachtet, zieht der Regionalmarktplatz in ein anderes leerstehende Ladengeschäft im Innenstadtbereich weiter. Das mit gut 30.000 Euro geförderte Projekt verspricht sowohl Impulse für die Innenortsentwicklung als auch die Förderung heimischer Betriebe und regionaler Wirtschaftsketten.


 "Wassererlebnis Engelgarten"

- Träger Stadt Höchstdt/Aisch

Der Engelgarten ist eine beliebte und rege genutzte Grün- und Freizeitanlage am Rand der Innenstadt von Höchstadt. In der vergangenen Förderperiode wurde hier mit LEADER-Mitteln bereits ein Aktivparcours angelegt (Foto). Nun soll die weitläufige Gelände, an derm die Aisch vorbeifließt, um ein neues attraktives Angebot erweitert und deutlich aufgewertet werden. Neu errichtet werden eine Kneippanlage, ein Wasserspielplatz, ein Kräuterbeet mit Pflanzen der Kneipp’schen Gesundheitslehre, ein Barfußpfad und Ruhebänke. Das Gesamtkostenvolumen ist mit 77.000 Euro veranschlagt.


 "Historischer Glockenturm Bergtshofen"

- Träger Gemeinde Gallmersgarten

Bergtshofen gehört zu den sechs Ortsteilen der Gemeinde Gallmersgarten im Quellgebiet der Aisch, wo ein ungewöhnlicher Glockenturm das Dorfbild prägt - seit 98 Jahren. Seit Jahrzehnten wird auch regelmäßig geläutet, zwei Mal am Tag, und am Sonntag zum Kirchgang in die Nachbarorte. Das Läuten per Hand versieht eine 85-jährige Dorfbewohnerin. Um das Läuten langfristig sicherzustellen, wird das Läutwerk auf Automatik umgestellt. Die anderen Bauteile des Turms werden ebenfalls modernisiert. Der Platz erhält eine Sitzgarnitur und eine Infotafel. Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei 27.000 Euro.


 "Neugestaltung des Dorfplatzes Arnshöchstädt"

- Träger Gemeinde Dachsbach

Derzeit ist die Arnshöchstädter Ortsmitte um ein ausrangiertes Viehwaagen-Häuschen und einen daran angehängten, ebenfalls kaum genutzten Busunterstand wenig attraktiv. Im Rahmen des LEADER-Projekts werden beide Bauwerke entfernt. Die sehr breite Straße wird zurückgebaut und so mehr Fläche gewonnen. Geplant sind neben einem neuen Pflaster die Pflanzung mehrerer Bäume und eine weitere Begrünung des Platzes. Zudem entsteht ein größerer Unterstellpavillon mit Sitzgelegenheiten; die Straßenleuchte wird durch eine neue mit mehr Strahlkraft ersetzt. Fast 65.000 Euro LEADER-Gelder sollen in den Ortsteil von Dachsbach fließen. Baubeginn Mitte 2020.


 "Kletterhalle Bad Windsheim"

- Träger Aischtal-Sektion des Deutschen Alpenvereins (DAV)

Klettern, Bouldern u.a. erfreuen sich seit Jahren großer Beliebtheit, nicht zuletzt bei jungen Erwachsenen. Besonders auch „Indoor-Klettern“ ist zu einem Trendsport geworden. Auf dem Gelände der ehemaligen Stadthalle möchte die DAV-Aischtal-Gruppe eine neue Kletterhalle errichten. Ein solche Einrchtung existiert im gesamten Aischgrund bislang nicht. Als Gesamtkosten sind zund 1,5 Millionen Europ veranschlagt. Dazu steuert unter anderem die bayerischen Sportförderung einen hohen Zuschuss bei. Die LAG Aischgrund und das LEADER-Programm unterstützen ebenfalls – voraussichtlich mit 200.000 Euro.


Öffentlichkeitsarbeit

"LAG-Regional-Journal Aischblicke"

- Träger LAG Aischgrund

2017 und 2018 hat die LAG drei Ausgaben eines 20-seitigen Regional-Journals publiziert, das die Bevölkerung über Besonderheiten und Themen der Region informiert und auch die Arbeit der LAG den Leserinnen und Lesern näherbringt. Die Zeitschrift wurde an alle Haushalte im gesamten Aischgrund verteilt, von Gallmersgarten bis hinunter nach Adelsdorf, und war der Versuch, die entwicklungshemmende Zerspltterung der Region in mehrere Berichtsgebiete und Lokalzeitungen zu überwinden.  - ABGESCHLOSSEN


"Film: Die Lindenstraße"

- Träger Stadt Neustadt/Aisch

Zu den vielen Prominenten mit enger Verbindung zum Aischgrund gehört der in Neustadt aufgewachsene Regisseur Hans Wilhelm Geißendörfer, Schöpfer der Kultserie Lindenstraße, in die viele Kindheitserlebnisse eingeflossen sind. Zum Neustädter Heimatfest 2020 einstehen ein Film und eine Wanderausstellung. Befragt zu ihrem Verhältnis zur Region werden nicht nur Geißendorfer, sondern weitere Persönlichkeiten aus dem Aischgrund, darunter der Gründungsvorsitzende der LAG, Neustadts Altbürgermeister Wolfgang Mück. Initiator dieses Projekts ist die Neustädter Künstlerinitiative KINA, aufgeschreckt vom Ende der Lindenstraße.


"Kooperationsprojekt Jüdische Spuren in Mittelfranken"

Daran betiligen sich neben der LAG Aischgrund drei weitere Aktionsgruppen. Das Projekt umfasst mehrere Projektteile. Eine Reihe von Gemeinschaftsmaßnahmen soll eine Bestandsaufnahme der verbliebenen jüdischen Zeugnisse in den vier Partnerregionen ermöglichen und zur Bewusstseinsbildung der Bevölkerungen beitragen. Dieses Heft wird im Frühjahr 2020 erscheinen. Ende 2018 ist eine Besichtigungstour von „jüdischen Einrichtungen“ in den vier Partnerregionen angelaufen. Diese führte im Mai 2019 in den Aischgrund, auf die jüdischen Friedhöfe in Diespeck und in Zeckeren bei Adelsdorf. Den Auftakt zur Exkursionsreihe bildete ein Besuch des jüdischen Museums in Fürth am 9. November 2018 (Foto).



Lokale und überregionale Zusammenarbeit

"Landkreis-Radwegeprojekt"

- Träger Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim

Ein Kooperationsprojekt von LAG Aischgrund, LAG Südlicher Steigerwald, Tourismusverband Steigerwald und dem Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windheim sowie sieben LAG-Kommunen im Landkreis Erlangen-Höchstadt. Es beinhaltet die Erstellung eines umfassenden Radwegekonzepts, die Neustrukturierung und Neubeschilderung sämtlicher Radwege in den 38 Kommunen des Neustädter Landkreises sowie in den sieben ERH-Gemeinden. Federführender Projektträger und Koordinator ist der Landkreis NEA in Person der neuen Radwegbeauftragten, deren Vollzeitstelle bis 2020 ebenfalls LEADERbezuschusst wird. Genauso wie eine Reihe Marketingmaßnahmen, darunter eine neue Radwegkarte. Im Oktober 2019 wurde das neue Radwegenetz vor dem Rathaus in Neustadt eingeweiht. Die beantragten LEADER-Mittel belaufen sich auf 200.000 Euro. - weitgehend ABGESCHLOSSEN


"Öffentlichkeitsarbeit und Ausstattung der FabLabs Neustadt/Aisch und Fürth"

Mitmachen und auf hohem technischem Niveau selbst tätig werden, ist erklärtes Ziel der beiden neuen "FabLabs" (fabrication laboratory), von denen das "Aischgrunder" im Jugendtreff Schneiderscheune in Bad Windsheim untergebracht ist.  Im Rahmen eines Kooperationsprojekts von LAG Aischgrund und LAG Region Landkreis Fürth wurde den FabLabs in beiden Landkreisen zunächst eine Zuwendung in Höhe von knapp 9.000 Euro für gemeinsame Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit bewilligt. Unter anderem wurden eine gemeinsame Datenbank und eine Broschüre erstellt, die einen Überblick über die technische Ausstattung der Labore gibt, sowie eigene Homepages geschaffen. Mittels zwei weiterer Teilanträge (Fördermittel rund 28.000 Euro) konnten ein Laser-Cutters, eine CNC-Fräse, eine Dreh-Fräse, Monitore und Lizenzen für 3D-Programme angeschafft werden. Diese Art der Projektarbeit ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung interregionaler Vernetzung und Zusammenarbeit. Die FabLab-Projekte ermöglichen allen Mitbürgern Zugang zu neuen Technologien. - ABGESCHLOSSEN


"Erfassung (historischer) Kulturlandschaften"

Im Rahmen eines Kooperationsprojekts hat sich die LAG Aischgrund mit der LAG Südlicher Steigerwald und elf weiteren Aktionsgruppen zusammengetan, um kulturgeschichtlich relevante und denkmalgeschützte Landschaftsbestandteile und Besonderheiten für die Nachwelt zu sichern. Zunächst wurde ein Projektmanagement eingerichtet - auf drei Jahre. Es koordiniert die Arbeiten an einer bayernweit einzigartigen Datenbank zur Erfassung historischer Kulturlandschaften, die durch Ehrenamtliche aufgenommen werden. Mittels Workshops und Fachvorträgen zu verschiedenen Themenbereichen wurden die ehrenamtlichen Datenerfasser geschult. Durch Erstellung einer Homepage und eines Infoflyers wird eine breite Öffentlichkeit erreicht. Dieses Kooperationsprojekt stärkt die regionale Identität sowie die interkommunale Zusammenarbeit. Es wird in der Bevölkerung ein Bewusstsein geschaffen für die Vielfalt und Besonderheit der Naturräume und Kulturlandschaften und regt somit den Erhalt und Schutz dieser Landschaftsformen an.

Siehe: https://projekt-hist-kulturlandschaft.jimdo.com/

Dort lässt sich der Datenbank entnehmen, dass bereits wichtige Kulturlandschaftselemente des Aischgrunds eingetragen sind. Etwa Steinbrüche, jüdische Friedhöfe oder kulturhistorisch bedeutsame Teiche, wie etwa die Egelsbacher Weiherkette zwischen Uehlfeld und Vestenbergsgreuth (Foto).


"Kooperationsprojekte Mühlenerlebnis Mittelfranken"

Teil 1: Gemeinsame Maßnahmen

Neben dem Aischgrund beteiligen sich die LAG Romantisches Franken als federführende LAG sowie LAG Landkreis Fürth an dem Projekt. Die gemeinsamen Maßnahmen sehen eine Wanderausstellung vor, eine Publikation mit Karte, wo die Mühlenstandorte der drei Regionen eingezeichnet sind, ein Konzept zur erlebnispädagogischen Vermittlung von Mühlen und diverse Aktionen, Veranstaltungen, Vorträge in den Partnerregionen.

 

Teil 2: Einzelprojekt: Mühlen-Infotafeln im Freizeitwegenetz

Geplant, beantragt und bewilligt sind rund 9.000 Euro LEADER-Mittel für die Anbringung von DIN A 3 Tafeln in der Nähe der Mühlenanwesen. Diese informieren über die jeweilige Mühle, ihre Geschichte, Funktion, heutige Nutzung u.a. Im Aischgrund beteilgen sich 26 Mühlen in elf Gemeinden, die an einem Freizeitweg liegen. Seit Ende 2018 ist der Teilantrag bewilligt, die Recherche- und Textarbeiten starten Anfang 2020, die Tafelmontage ist für den Herbst vorgesehen.