Nachhaltige Landnutzung, Natur und Umweltschutz

"Erlebnis Biene - Bienen erleben"

Mit diesem Umweltbildungsprojekt des Imkervereins Neustadt/Aisch soll auf dem Gelände des Lehrbienenstandes bei Diebach die Bevölkerung für das Thema Bienen begeistert werden. Mit Obstbäumen, einer Bienenweide, Hummelkästen und artgerechten Bienensäulen werden die interessanten Nützlinge gezielt in den Garten gelockt. Führungen, Informationstafeln und moderne Umweltbildungsmaterialien zeigen Besuchern, wie sie mit einfachen Mitteln selbst die kleinen Helfer schützen und unterstützen können. Durch Mitgestaltungsaktionen werden die Bürger in den

Entstehungsprozess einbezogen - so sollen die Bienenkästen beispielsweise von Kindern bemalt werden. Workshops und Führungen für verschiedenen Zielgruppen ermöglichen Austausch und Zusammenhalt in der Bevölkerung. Das Projekt setzt

mit seinen Inhalten ein Zeichen für den Natur- und Umweltschutz und fördert aktiv umweltgerechtes Handeln.


Kultur, Freizeit und Tourismus

"Streuobstoffensive Burgbernheim"

Mit einer Neuaufstellung im Bereich "Streuobst" möchte die Stadt Burgbernheim dieses alte Kulturgut wieder mehr in den aktuellen Fokus bringen. In diesem LEADER-Projekt soll zunächst eine sinnvolle Basis für die Vermarktung rund ums Streuobst geschaffen werden. Mit Hilfe einer Kommunikationsstrategie wird diese erarbeitet und darauf aufbauend werden verschiedene Maßnahmen sukzessive umgesetzt. Mit Ortseingangstafeln und einer ausführlichen Broschüre zum Thema Streuobst in einheitlichem Design wird die Bedeutung der Streuobstwiesen und -erzeugnisse betont. Autobahntafeln an der A7 machen zusätzlich eine breite Öffentlichkeit auf die kulturträchtigen Streuobstbelange aufmerksam. Sensibilisierung innerhalb der Bevölkerung für das Thema und der zukünftig nachhaltige und gewissenhafte Umgang mit den Beständen

sollen Kernziele des Projekts sein, um den Fortbestand zu sichern. Burgbernheim weist mit über 30.000 Streuobstbäumen eine überdurchschnittlich hohe Stückzahl auf, was auch sehr deutlich den historischen Hintergrund dieses landschaftsprägenden Elements in dieser Region aufzeigt.

"Nachbildung der Gedenksteins 'Spinnerin' bei Westheim"

In einem Wäldchen nahe Westheim (Gemeinde Illesheim) wird ein Denkmal erneuert und seine Geschichte erzählt.

Eine uralte Sage rankt sich um den Gedenkstein, der einer Apollonia Hufnagel von Anfelden gewidmet ist, die an dieser Stelle unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen sein soll. Seit jeher wird der Stein „Die Spinnerin“ genannt und soll nun vor dem Verfall bewahrt werden. Die Rekonstruktion wird an anderer Stelle platziert und das Original, an dem der Zahn der Zeit mittlerweile arg genagt hat an seinem Standort verbleiben. Auf Informationstafeln werden die Geschichte um die Spinnerin, die Sage und die bisherigen Rekonstruktionsversuche näher beschrieben. Eine Sitzgruppe soll zum Verweilen einladen unter einem neugepflanzten Baum - ein solcher wie der, an welchem der Spinnerin vor vielen Jahren das Schicksal so übel mitspielte.

"Brunnen Sichartshof"

Im Sichartsgrund zwischen Uehlfeld und Fetzelhofen befand sich bis in die Mitte des 19.Jahrhunderts der Sichartshof, ein kleiner Weiler mit Schäferei und einem Schloss. Übrig geblieben ist davon nur noch ein Brunnenschacht, der in den 70er

Jahren vom Eigentümer freigelegt und mit Betonsteinen und Gitter gesichert wurde. Die Gemeinde Lonnerstadt möchte mit LEADER-Mitteln dieses kulturhistorische Zeugnis wiederherstellen und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Der Brunnenschacht wird gereinigt, nach oben verlängert und überdacht. Eine Informationstafel soll den Wanderer über die Geschichte des Ortes und die Besonderheiten des Brunnes informieren. Durch die Installation einer Sitzgruppe ist der Besucher gleichsam zum Verweilen eingeladen. Mit diesem Projekt wird nicht nur ein kulturhistorisches Zeugnis erhalten und die Freizeitinfrastruktur der Region aufgewertet und bereichert, sondern auch eine Sensibilisierung der Bevölkerung zum Thema Umweltschutz erreicht. Das Projekt wird unterstützt durch aktive Beteiligung engagierter Bürger der Ortsteile Mailach und Fetzelhofen.

"Aufwertung der touristischen Infrastruktur Gallmersgarten"

Gallmersgarten kann mit kulturgeschichtlichen Sehenswürdigkeiten aufwarten:

Ein rund 5.000 Jahre alter Statuenmenhir, der steinerne Ötzi, den man im Zuge von Bauarbeiten 2014 zufällig entdeckte, ist etwa 1.10 m hoch und gilt als „Bayerns älteste Großplastik“. Das Original wird in einem Museum ausgestellt, doch soll am

Fundort in Gallmersgarten eine Kopie der frühgeschichtlichen Skulptur mit Informationstafel errichtet werden. Auch das Geburtshaus von Christel Schmid (Mitbegründerin des Ordens „Communität Casteller Ring“) befindet sich in

Gallmersgarten; vor diesem soll mit einer Gedenkstele über ihr Leben und den Orden informiert werden. Diese neuen Installationen sowie alle weiteren Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten der Gemeinde werden auf einer doppelseitigen Informationstafel am Bahnhof Platz finden und den Besuchern einen Überblick über das touristische Angebot in Gallmersgarten gewähren. Zum Mitnehmen gibt es die Informationen auch auf einem Flyer, der ebenso im Rahmen des LEADER-Projekts entsteht.

"Besucherlenkung und-Information im Weinort Ipsheim"

Um Besucher über die touristischen Besonderheiten des Weinortes zu informieren und die Ansässigen anzuregen die vielfältigen Angebote zu nutzen, will der Markt Ipsheim spezielle Marketingmaßnahmen im Ort verwirklichen. Geplant sind Infotäfelchen an wichtigen Bauwerken, auf die die Bezeichnung des Gebäudes, das Baujahr sowie weitere wichtige Informationen und ein QR-Code aufgedruckt sind. Ein weiterer Projektbestandteil sind Begrüßungsschilder am Ortseingang sowie Hinweisschilder zu Veranstaltungen wie etwa dem beliebten "Weinfest" oder dem "Wein-Wander-Tag". Ein ausführlicher Prospekt wird Hinweise auf Sehenswürdigkeiten und historische Informationen geben sowie eine Übersichtskarte beinhalten. Bewilligt wurde eine Förderung von 5.618,46€. Ziele des Projekts sind unter anderem die Stärkung der regionalen Identität und Verbesserung des Lebensumfeldes der Ortsansässigen. Ebenso wird ein Beitrag zur

Wertschöpfung durch Steigerung der Gästezahlen geleistet. Als Projektpartner treten neben dem Markt Ipsheim ansässige Bürger, der Weinbauverein sowie örtliche Gastronomie-, Weinbau- und Wirtschaftsbetriebe auf. Der malerische Weinort kann durch diese Maßnahmen seine Attraktivität in der Region steigern und lockt Tagestouristen.

"Inwertsetzung der historischen Schmiede in Neustadt a. d. Aisch"

Ein sehr interessantes Projekt der Familie Köstner aus Neustadt wurde im Oktober 2016 von der Förderstelle in Uffenheim freigegeben. Seit den 60er Jahren lag die mitten im Stadtzentrum gelegene historische Schmiede - gewissermaßen Keimzelle des heutigen Familienkonzerns - im Dornröschenschlaf und soll nun mit Hilfe der zugesagten Fördersumme von insgesamt 7.158,56€ wachgeküsst und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Hierfür wird das vielfältige Inventar konserviert, inventarisiert und mittels digitaler Medien zeitgemäß präsentiert. Damit ermöglicht die alte Schmiede Besuchern im Rahmen von Gruppen- und Stadtführungen eine eindrucksvolle Zeitreise in den Alltag des Schmiedehandwerks der Nachkriegszeit. Anstoß für die Bewahrung und Inwertsetzung dieses original erhaltenen Objekts der Handwerks- und Industriegeschichte gab am Tag des offenen Denkmals 2015 das große Interesse der Besucher an diesem Kleinod. Angesprochen werden sowohl ältere Besucher, die sich durch das Anschauungsmaterial in ihre Jugendzeit zurückversetzt fühlen, als auch Jüngere, die dadurch Einblick in das Leben früherer Zeiten gewinnen und mehr Verständnis für ältere Generationen entwickeln können. Dass eine Handwerkerstube mit ihrer gesamten Ausstattung an ihrem original Standort in ihrer ursprünglichen Behausung besichtigt werden kann, ist bisher in der Region eine Ausnahmeerscheinung und stellt eine Abrundung des bereits vielseitigen landschaftlichen, touristischen und kulturellen Angebots im Aischgrund dar. Fachlicher Austausch und Abstimmung erfolgen mit dem Freilandmuseum Bad Windheim, dem Kirchenburgmuseum Mönchsondheim und dem Markgrafenmuseum in Neustadt.

"Erfassung (historischer) Kulturlandschaften"

Im Rahmen eines Kooperationsprojekts hat sich die LAG Aischgrund mit der LAG Südlicher Steigerwald und 11 weiteren LAGn zusammengetan, um kulturgeschichtlich relevante und denkmalgeschützte Landschaftsbestandteile und Besonderheiten für die Nachwelt zu sichern. Geplant ist die Installierung eines Projektmanagements auf 3 Jahre. Es soll eine bayernweit einzigartige Datenbank entstehen zur Erfassung historischer Kulturlandschaften, die durch Ehrenamtliche aufgenommen werden. Mittels Workshops und Fachvorträgen zu verschiedenen Themenbereichen werden die ehrenamtlichen Datenerfasser geschult. Durch Erstellung einer Homepage und eines Infoflyers wird eine breite Öffentlichkeit erreicht. Dieses Kooperationsprojekt stärkt die regionale Identität sowie die interkommunale Zusammenarbeit. Es wird in der Bevölkerung ein Bewusstsein geschaffen für die Vielfalt und Besonderheit der Naturräume und Kulturlandschaften und regt somit den Erhalt und Schutz dieser Landschaftsformen an.


Demographie, Stadt- und Dorfentwicklung

"Ausstattung Langhaus Saxen und Einbindung ins Freizeitwegenetz"

Ein Zuschuss von 21.840€ wurde für die Ausstattung des Dorfgemeinschaftshauses in einem Ortsteil der Gemeinde Diespeck gewährt. Das Haus mit kulturhistorischem Bezug dient der Dorfgemeinschaft als Begegnungsstätte und der Öffentlichkeit als Einblick in die Geschichte der Region. Die Integration des naturbelassenen, nahe gelegenen Hutestein-Wegs, der im Frühjahr 2017 ausgewiesen werden soll, trägt zu einer Bereicherung und Attraktivitätssteigerung des Freizeitwegenetzes im Aischgrund bei. Mit dem Projekt wird die regionale Identität gestärkt, indem die Gründungsgeschichte des Ortes aufgearbeitet und durch Darstellung der typischen Gebäudeform der Vorfahren erlebbar gemacht wird. Es ist ein Begegnungsraum für Jung und Alt entstanden, der auch den Zusammenhalt der Jugendlichen und die Identifikation mit ihrem Wohnort festigen soll. Durch die tatkräftige Unterstützung der Bürgerschaft konnte nur etwa viereinhalb Monate nach

Antragstellung schon die Einweihung des Dorfhauses gefeiert werden.

"Mein Bewerbungsvideo"

Das Kooperationsprojekt des Vereins zur Förderung der Staatlichen Berufsschule im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim und des Fördervereins des BSZ Scheinfeld richtet sich an Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund. Im Rahmen eines Kurses arbeiten die Jugendlichen an einem Videoprojekt, dessen Ergebnis ein Bewerbungsvideo für jeden Teilnehmer sein wird. Exkursionen in regionale Unternehmen informieren die Jugendlichen über betriebliche Ausbildungen und ihre Anforderung. Ziele des Projekts sind unter anderem die Persönlichkeitsstärkung der Jugendlichen, die Verbesserung ihrer Ausbildungschancen und die Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Als kooperierende LAGn unterstützen die LAG Südlicher Steigerwald und die LAG Aischgrund das Projekt.

"Barrierefreie Begegnungsstätte "Café Lebenswelten"

Die WAB Kosbach hat im Stadtzentrum von Höchstadt/Aisch ein leer stehendes Geschäftshaus erworben und plant im Erdgeschoss den Aufbau einer offenen, barrierefreien Begegnungsstätte in Form eines Cafés mit Kulturprogramm und Angeboten speziell für benachteiligte Bevölkerungsgruppen. Das "Café Lebenswelten" bietet Arbeitsplätze für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Beschäftigungsmöglichkeiten für Asylbewerber sowie einen entschleunigten Treffpunkt für unterschiedlichste Bevölkerungsgruppen. Veranstaltungen, Vorträge und Ausstellungen, sowie Schulungen und Workshops im Café bereichern das kulturelle Angebot der Stadt. Mit der Ausrichtung auf ein sehr breites Spektrum an Zielgruppen ist dieses Projekt ein Beispiel von gelebter Integration und Inklusion. Als erstes barrierefreies Café in Höchstadt hat es innovativen Charakter und mit seinen vielseitigen Angeboten erreicht es die Verknüpfung zwischen Kultur und Sozialem. 180.822€ wurden im Rahmen des LEADER-Förderprogramms bewilligt.


Öffentlichkeitsarbeit

"Aischgrund-Journal"

Mit dem Projekt zielt die LAG Aischgrund auf die Überwindung einer mitten durch den Aischgrund verlaufenden, unsichtbaren Grenze. Die LAG plant ein landkreisübergreifendes, qualitätsvolles Journal für die gesamte LEADER-Region herauszubringen, um in regelmäßigen Abständen über LAG-Projekte, Regionalentwicklung, Kulturelles, Veranstaltungen und Menschen im Aischgrund zu berichten. Bisher verhindert die Zugehörigkeit des Aischgrunds zu verschiedenen Landkreisen eine umfassende Berichterstattung über die Gesamtregion. Die neue Zeitschrift wird zweimal jährlich erscheinen und in alle Haushalte des LAG-Gebiets geliefert. So werden alle Bürger im Aischgrund erreicht und dazu animiert, selbst an der Gestaltung ihrer Heimat teilzuhaben und Projekte auf den Weg zu bringen.


Lokale und überregionale Zusammenarbeit

"Radwegekonzept im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim"

Ein Kooperationsprojekt von LAG Aischgrund, LAG Südlicher Steigerwald, Tourismusverband Steigerwald und dem Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windheim sowie sieben LAG-Kommunen im Landkreis Erlangen-Höchstadt beinhaltet die Erstellung eines umfassenden Radwegekonzepts. Federführender Projektträger und Koordinator ist der Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windheim. Erstmals soll das regionale Radwegenetz von zentraler Stelle zum Zweck einer nachhaltigen und umfangreichen

Qualitätssicherung koordiniert und überarbeitet werden. Zu den Projektinhalten zählen unter anderem die Überarbeitung und Systematisierung des bestehenden Radwegenetzes, die Vernetzung der Routen untereinander ebenso wie mit benachbarten Gebietskörperschaften und die Verbesserung der bestehenden Kartographie, der Wegweisung und der Rast- und Informationsstruktur. In einem weiteren Schritt ist die einheitliche Beschilderung im FGSV-Format geplant. Als Schnittstelle zwischen Fachbüros, Gemeinden, Bürgern und Behörden fungiert der Radwegebeauftragte, der als Ansprechpartner zum Thema Radwege im Landkreis zur Verfügung steht. Er hat sein Büro in der Tourist-Information des

Landkreises Neustadt/Aisch-Bad Windsheim in Scheinfeld.

"Öffentlichkeitsarbeit und Ausstattung der FabLabs Neustadt/Aisch und Fürth"

Mitmachen und auf hohem technischem Niveau selbst tätig werden, ist erklärtes Ziel der neuen "FabLabs" (fabrication laboratory). Im Rahmen eines Kooperationsprojektes von LAG Aischgrund und LAG Region Landkreis Fürth wurde den FabLabs im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim und im Landkreis Fürth eine Zuwendung in Höhe von 17.751,22€ für gemeinsame Maßnahmen der umfangreichen Öffentlichkeitsarbeit bewilligt. Unter anderem soll eine gemeinsame Datenbank erstellt werden, eine 20-seitige Broschüre, die einen Überblick über die technische Ausstattung der Labore geben soll sowie eine eigene Homepage für jedes der Labore, die aber durch eine gemeinsame Start- und Infoseite verbunden sein wird. In zwei weiteren Teilanträgen haben beide Labore weitere Zuwendungen für die Erweiterung ihrer technischen

Ausstattung beantragt. Mit der Anschaffung eines Laser-Cutters, einer CNC-Fräse, einer Dreh-Fräse, 5 Monitoren und 5 Lizenzen für 3D-Programme können die bislang gemieteten Leihgaben zurückgegeben und das Angebot des Labors in

Neustadt/Aisch deutlich aufgewertet werden. Diese Art der Projektarbeit ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung interregionaler Vernetzung und Zusammenarbeit. Diese Projekte ermöglichen allen Mitbürgern Zugang zu neuen

Technologien.